Nachdem in der Anfangsphase nur ein gemeinsamer Trainingstermin
in Neuperlach zur Verfügung stand, kristallisierten sich
nach und nach unterschiedliche Spielstärken heraus, die
schließlich in differenzierten Trainings- und Spielangeboten
mündeten. Seit vielen Jahren spielen wir neben zahlreichen
Turnieren auch in der deutschlandweit organisierten Schwulen
Volleyballliga mit, wo wir derzeit mit drei Teams vertreten
sind.
Als Volleyballsparte von Team München sind wir heute in
der glücklichen Lage, für alle, vom Anfänger
bis zum Volleyballfreak einen passenden Trainings- und Spieltermin
anbieten zu können:
Für Anfänger, Wiedereinsteiger und Spieler, die ihre Technik weiter verbessern wollen, bieten wir ein Training am Mittwochabend an. Unter Anleitung eines erfahrenen Spielertrainers werden schwerpunktmäßig Grundtechniken vermittelt und anschließend im Spiel erprobt. Dieses Training wird gleichzeitig mit dem C-Mannschaftstraining angeboten.
Am Dienstagabend trainiert unsere B-Mannschaft mit allen, die sich der mittleren Spielstärke zurechnen. Hir stehen vor allem Spielzüge und komplexere Übungen auf dem Traingsplan, bevor dann in der zweiten Hälfte des Abends das Gelernte im Spiel angewendet wird.
Am Mittwochabend trainiert unsere C-Mannschaft mit
dem Ziel, individuelle Schwächen gezielt zu beheben,
vor allem aber das Zusammenspiel im Team zu verbessern. Starke
und ambitionierte Trainingspartner sind immer herzlich willkommen.
Gleichzeitig mit der C-Mannschaft trainieren mittwochs auch
unsere Besten (A-Level) und geben ihrem ausgefeilten
Spiel in der Nachbarhalle den letzten Schliff. Zum Kräftemessen
trifft man sich des Öfteren mit einer Münchner Polizeisportgruppe,
zu denen seit längerem ein freundschaftliches Verhältnis
besteht.
Aus allen drei Levels hat sich schließlich vor einigen
Jahren auch eine Mannschaft formiert, die neben der Schwulen
Volleyballliga auch im Ligabetrieb
des Bayerischen Volleyballverbandes mitmischt, etwas
für die Verständigung zwischen Schwulen und Heten
tut und sich darüber hinaus auch sportlich sehr achtbar
schlägt.
Freitags haben wir die Halle für einen freien Spieltag
zur Verfügung. Hier spielen alle, die Lust dazu haben
ohne Trainings- und Leistungsdruck - just for fun!
Unsere Spiel- und Trainingstermine stehen prinzipiell allen
Mitgliedern und Interessenten offen. Jeder hat so die Möglichkeit,
nach eigenem Bedürfnis einen oder auch mehrere Termine
pro Woche zu besuchen. Je mehr desto besser, denn ein bisschen
verrückt sind wir doch alle, manchmal nach Männern
- immer jedoch nach Volleyball!
Unsere Trainings- und Spieltermine im Überblick:
Di, 19:45 - 21:30 Uhr: Anfänger/Wiedereinsteiger-Training mit René (linke Halle)
Di, 19:45 - 21:30 Uhr: B-Training mit Tom (rechte Halle)
Mi, 19:30 - 21:30 Uhr: A-Training mit Tom (linke Halle)
Mi, 19:30 - 21:30 Uhr: C-Training mit Peter (rechte Halle)
Fr, 20:30 - 21:30 Uhr Freies Spiel für alle ohne Training (rechte Halle)
Alle Trainingstermine im Asam-Gymnasium in München-Giesing,
Schlierseestraße 20/Ecke Werinherstraße (nicht
während der Schulferien)
Verkehrsanbindung Asam-Gymnasium: Tram 27/Bus 54 "Werinherstraße"
direkt an der Schule oder mit U2/Bus 139, 144, 147, 220 sowie
S-Bahnen Linie 5 und 6 zum Bahnhof "Giesing". Von
dort eine Station mit Tram 27/Bus 54 bis "Werinherstraße"
oder etwa 500 m Fußweg entlang der Schlierseestraße
stadteinwärts auf der linken Straßenseite (Ecke
Werinherstraße).
Kontakt:
Anfänger und C-Level: René, 0151-19708177
B- und A-Level: Tom, Tel. 0172-8919998
Email: volleyball@teammuenchen.de
Volleyball: Team München I ist Europameister 2009 !!! (6.7. rk)
Das A-Team der Volleyballmänner unseres Vereins hat in der Saison 2009 im obersten Leistungslevel der Schwul-Lesbischen-Volleyball-Liga abermals die Goldmedaille gewonnen und ist damit nach 2007 zum 2. Mal Europameister geworden (2008 reichte es nur für Bronze). Die Mannschaft hat in der Saison von 10 Spielen nur ein Spiel abgegeben (Hinspiel gegen den Tabellenzweiten Zürich). Auf dem letzten Spieltag am 20.06.2009 im sonnigen Zürich wurden noch die letzten Spiele erwartungsgemäß siegreich durchgezogen und dann gefeiert. 2009 spielen insgesamt 49 Teams aus vier europäischen Ländern in der Schwul-Lesbischen Liga. Es gibt 4 Staffeln in den Leistungslevel A, B+, B- und C. Team München nimmt mit 3 Mannschaften am Spielbetrieb teil (A, B+ und C). Die Spieltage der anderen Mannschaften laufen noch.
Bavaria Rosé - Volleyball im zweiten Frühling
Interview mit dem Spartenvorsitzenden, Trainer und Spieler
Thomas Happel
SportyNews:
Bavaria Rosé, die Volleyballabteilung von Team München,
erlebt derzeit einen zweiten Frühling. Wie kam es denn
dazu? Wo siehst du die Gründe dafür?
Thomas: Die Mitspieler, die sich in den vergangenen Monaten
unserem Verein neu angeschlossen haben, suchen ganz gezielt
nach einer Mannschaftssportart, die sportliche Betätigung
und Teamgeist miteinander verbindet. Dieser Wunsch ist nach
meiner Beobachtung in der letzten Zeit wieder stärker
geworden. Auch schwule Männer möchten ihre Freizeit
gemeinsam mit Gleichgesinnten verbringen - und nicht nur allein
im Fitnessstudio oder bei GayRomeo. Und der Zuwachs in den
vergangenen Monaten - und dass von den vielen Neueinsteigern
so viele bei uns bleiben - zeigt, dass wir vielen auch etwas
bieten können.
SportyNews: Und wie hat sich Bavaria Rosé auf diesen
Zuwachs an Mitgliedern eingestellt?
Thomas: Teilweise waren die Trainingszustände schon
hart an der Grenze des Vertretbaren. Manchmal waren wir mehr
als 20 Spieler im Training! Glücklicherweise konnten
rasch reagieren und unser Trainings- und Spielangebot erweitern,
sodass wir nun wirklich für alle, vom Anfänger oder
Wiedereinsteiger bis hin zum stark leistungsorientierten Spieler,
das passende Trainingsangebot machen können. Und auch
die Qualität unserer Trainings hat sich über die
Jahre stark verbessert: Mit Tom, Stefan, Gregor und mir haben
wir wirklich sehr erfahrene Spieler, die nun ihr Wissen mit
Kompetenz und Engagement an andere weitergeben können.
Darüber sind wir sehr froh - und merken, dass diese Qualität
im Training von den Spielern honoriert und auch immer wieder
eingefordert wird. Die Allermeisten wollen sich im Volleyball
ja verbessern und sind dankbar, wenn sie dabei Unterstützung
und Hilfestellung erhalten. Volleyball ist ja technisch wirklich
eine anspruchsvolle Sportart und macht auch nur Spaß,
wenn man die Technik gut beherrscht.
SportyNews: Volleyball ist ja eine der ältesten "schwulen
Sportarten". Du bist schon seit vielen Jahren dabei.
Was hat sich nach deiner Beobachtung verändert?
Thomas: Ja, Volleyball war Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre
bei Schwulen sehr beliebt, vermutlich weil es eben eine sehr
teamorientierte Sportart ist und für viele den ersten
Kontakt zu anderen Schwulen bot. Zwischenzeitlich haben aber
auch wir so um die Jahrtausendwende eine echte Flaute durchlebt.
Das Freizeitangebot für Schwule hatte enorm zugenommen.
Aber mittlerweile steht Volleyball wieder hoch im Kurs. Das
sieht man an den vielen international angebotenen Volleyballturnieren,
seit ein paar Jahren auch in Osteuropa. Auch die deutschlandweit
organisierte Schwul-Lesbische Volleyballliga vermeldet immer
neue Teilnehmerrekorde - und das Wichtigste: Es macht allen,
die dabei sind, immer noch wahnsinnig viel Spaß!
SportyNews: Diese Schwul-Lesbische Volleyballliga ist ja
wirklich ein Phänomen und meines Wissens einzigartig
in der deutschen schwul-lesbischen Sportszene.
Thomas: Das stimmt. Sie existiert bereits seit den frühen
90er-Jahren und zieht neben den deutschen Teams mittlerweile
auch Mannschaften aus Prag, Wien, Basel und Zürich in
ihren Bann. Und München war immer, zunächst mit
einer, heute mit drei Mannschaften dabei. Im A-, Bplus- und
C-Level kämpfen unsere Teams auch heuer um den Aufstieg
beziehungsweise um die Meisterschaft mit. Da macht sich unser
intensives Training schon bezahlt. Ohne gutes Training kann
man heute nicht mehr in der Spitze mithalten.
SportyNews: Du sprachst vorher vom Teamgeist. Was tut ihr
denn dafür, dass dieses Zusammengehörigkeitsgefühl
bei euren Leuten entsteht?
Thomas: Klar, Teamgeist kommt nicht von ungefähr, sondern
entsteht durch viel gemeinsames Training, Streben nach gemeinsamen
Zielen und einer großen Portion Toleranz den Mitspielern
gegenüber. Wo schwule Männer beisammen sind, läuft
es ja nie ohne Zickereien und Stress ab. Aber unsere Leute
bringen zum Großteil eine große soziale Kompetenz
mit und wissen, dass man im Volleyball nur gemeinsam ans Ziel
kommen kann - nur miteinander, nie gegeneinander! Deshalb
versuchen wir auch über das Spielfeld hinaus, gemeinsame
Aktivitäten zu starten. Ob das Radtouren sind oder gemeinsames
Klettern oder auch nur das gemeinsame Feiern von Geburtstagen.
In Anlehnung an die alte Sepp-Herberger-Regel muss man im
Volleyball wohl sagen "6 Freunde müsst ihr sein!"
Denn Streitereien oder persönliche Antipathien auf dem
Spielfeld ziehen fast immer einen sportlichen Misserfolg nach
sich.
SportyNews: Das klingt ja alles wirklich sehr gut. Gibt es
denn noch etwas, was du dir für eure Zukunft wünschst,
was ihr noch erreichen wollt?
Thomas: Klar gibt es noch einiges, was wir erreichen oder
verbessern wollen. Unsere A-Mannschaft hat schon seit einigen
Jahren eine sehr knappe Spielerdecke. Vielleicht melden sich
ja auf diesen Artikel hin, ein paar gute und erfahrene Volleyballspieler,
die Lust bekommen haben, in einem starken, leistungsorientierten
Team mitzuspielen. Ansonsten würde ich mir wünschen,
dass sich noch ein paar Spieler mehr über das eigene
Team hinaus bei Bavaria Rosé engagieren und sich als
Teil des Gesamtvereins Team München und darüber
hinaus als Teil der schwulen Community verstehen. Unsere Teilnahme
an der CSD-Parade ist beispielsweise traditionell sehr bescheiden,
was ich sehr schade finde. Denn Volleyball ist zwar ein super
schöner Sport - aber doch nicht alles im Leben eines
schwulen Mannes!
Juli 2008
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